Montag, 25. Juni 2012

Auszeit, Tag 1

Tag 1 meiner kleinen Auszeit. Da ich heute noch etwas für die Kieler Nachrichten fertig machen möchte, kann ich nicht die ganze Zeit bei Konrad und Johann sein. Aber ich war schon fleißig und habe mich für morgen mit dem Kölner Liedermacher Ludwig Sebus verabredet. Mit ihm rede ich über den kölschen Alltag in der Nachkriegszeit. Zudem schreibe ich verschiedene Uni-Professoren an, um zu erfahren, ob es möglich war, in jenen Tagen die Identität zu wechseln. Und wenn ja, dann auch wie. Aber die Herren Professoren sind immer so schwer zu kriegen ... Zu guter Letzt will ich mit der Überarbeitung der rauschenden Hamburg-Kapitel beginnen, bei denen noch eine Kleinigkeit fehlt.

Bis später!

Samstag, 23. Juni 2012

Männerleben, Teil 8

Irgendwie kann ich es noch gar nicht glauben, dass ich in der kommenden Woche frei habe, Wochenende inklusive. Wobei ich ja für Samstag noch auf ein Date mit Else Roe hoffe ... :-)

Nach einem sehr guten, sehr offenen und vor allem sehr tiefgehenden Gespräch am Mittwochabend bin voller neuer Eindrücke, die meine beiden Herren Konrad und Johann sehr bereichern werden. Am liebsten würde ich jetzt gleich lostexten, aber hier in Kalk ist Straßenfest und wir wollen gleich mal raus bei diesem schönen Wetter. Und morgen trennt mich dann nur noch ein Sonntagsdienst von einer intensiven Schreibzeit.

Für die kommende Woche sind zudem Interviews geplant mit dem kölschen Liedermacher Ludwig Sebus und dem Bank-Experten Reinold Louis, die mir helfen wollen, den historischen Hintergrund von "Männerleben" zu verdichten und authentisch zu gestalten. Mit beiden habe ich schon telefoniert, sie sind total hilfsbereit und haben sofort ihre Unterstützung zugesagt.

Und nach einem langen Telefonat von heute Morgen hoffe ich auch darauf, dass jemand, der mir sehr nahesteht, doch noch überwinden kann, mir sein Leben anzuvertrauen. Er scheint seien Vorbehalte gegen mein Projekt so langsam abzubauen. Zudem könnte er den Kontakt zu einem Männerpärchen herstellen, das seit weit mehr als 30 Jahren zusammen ist und das ich schon als Kind kennen gelernt habe.

Insgesamt wächst "Männerleben", und ich bin sehr stolz auf das, was ich bisher zusammengetragen und auch geschrieben habe. Darf man das sagen? Ich verbinde auf jeden Fall sehr viele Hoffnungen mit dem Projekt und hoffe, dass auch das fertige Ergebnis am Ende so offen aufgenommen wird, wie man mir derzeit entgegentritt. Das Erstaunen ist jedenfalls immer groß, wenn ich erzähle, dass ich "nicht zur Gemeinde gehöre". :-) Aber das ist es eben ...

So, jetzt aber raus. In der kommenden Woche versuche ich, täglich zu schreiben und den Fortgang der Arbeiten zu skizzieren. Ich hoffe, es interessiert.

Wer meint, jemanden zu kennen, der Interessantes beisteuern könnte - bitte melden.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
Euer Jens

Sonntag, 17. Juni 2012

Männerleben, Teil 7

So, Feierabend. Erschöpft, aber auch sehr zufrieden, mache ich gleich den Rechner aus, um Fußball und Deutschland gegen Dänemark zu gucken. Was für ein Kontrastprogramm. Denn eben habe ich meine Erlebnisse aus dem "Theater im Keller", Berlin, in einer Geschichte niedergeschrieben, die den vielsagenden Titel "Die Verwandlung" trägt. Mehr sage ich dazu nicht. Mit gefällt sie gut und dass sie eben mit einem "Geil" quittiert wurde, macht mir Hoffnung.

Ich wünsche Euch viel Spaß und einen tollen Abend!
Euer Jens

Samstag, 16. Juni 2012

Männerleben, Teil 6

Guten Morgen,

an einem freien Wochenende trauere ich dem wunderschönen Urlaub hinterher, der nun auch wieder zwei Wochen zurückliegt. In jener Zeit habe ich es auch geschafft, drei (oder waren es vier?) Kapitel für "Männerleben" zu schreiben, wobei ich mich bei einer Geschichte frage, ob ich da zu weit gegangen bin ... Vielleicht ein bisschen zu viel Brachialhumor. Aber auf der anderen Seite sind diese Bilder im Kopf einfach zu köstlich. Und irgendwie ist es ja auch mein Ziel, eine Geschichte zwischen extremen Polen aufzubauen.

Wie gesagt, dieses Wochenende ist frei, vielleicht schaffe ich es, bei Konrad und Johann vorbeizuschauen. Die drei Tage in Berlin am Ende des Urlaubs haben meinen Horizont noch mal deutlich erweitert, was auch daran liegt, dass die Jungs vom "Theater im Keller" (www.tikberlin.de) (Bild) nicht nur sehr offen und auskunftsfreudig, sondern auch supersympathisch waren, so dass ich am Ende keine Hemmungen mehr haben musste und mich getraut habe, wirklich alles zu fragen. Und daran wächst eben Johann, meine Diva.

Am kommenden Mittwoch treffe ich endlich einen älteren Freund aus den Tagen von "Sasch's Bar", der mir seinen nicht gerade graden Lebensweg schildern will, sein Coming-Out und das Gefühl, die Liebe des Lebens begraben zu müssen, im wörtlichen Sinn. Ich bin gespannt.

Ab dem 25. dann habe ich fünf Tage frei, herrlich. Ich musste einfach mal die Stopp-Taste drücken, zurzeit liegt "Männerleben" wie ein Mühlstein auf meinen Schultern und mit jedem Tag, an dem ich keine Zeile hinzufüge, wird dieser Stein schwerer. Es muss einfach raus. In jener Woche werde ich dann die Tage takten, wie sie mir passen - aufstehen gegen 11 Uhr, schreiben, bis mir die Augen zufallen. Sofern ich keine Recherchetermine habe. Das Kölnische Stadtmusem hat sich bei einer ersten Anfrage leider als nicht sehr entgegenkommend dargestellt.

So, genug für den Moment, der Kaffee ist leer, der Wertstoffhof ruft ...
Wünsche einen schönen Tag!
Liebe Grüße,
Jens

PS: Ein Lesetipp: http://www.wz-newsline.de/home/gesellschaft/50-jahre-bonanza-die-heile-welt-der-cartwrights-1.1014803

Freitag, 18. Mai 2012

Männerleben, Teil 5

Es ist einer dieser Abende, an denen der Alkohol eine besondere Wirkung entfaltet und irgendwie melancholisch macht, zumal man den Abend mit den liebsten Freunden verbracht und wieder mal festgestellt hat, dass so viele Träume einfach ungelebt bleiben. Diese Stimmung kenne ich gut, oftmals träume ich dann vom Auswandern und einem Leben in Kanada. Aber egal.

Heute habe ich diese Stimmung für einen Besuch bei meinen Protagonisten genutzt und ein Kapitel geschrieben, von dem ich ehrlich gesagt nicht weiß, was ich damit anfangen soll. Konrad Weiß ist allein in seinem Senioren-Appartement und hängt seinen Gedanken nach, die natürlich sehr schnell um seine verstorbene Frau Hannah kreisen. Sein Freund Johann ist irgendwo allein unterwegs, so dass sich Konrad plötzlich fühlt wie der einsamste Mensch auf Erden.

Am Ende stehen vier volle Seiten voller Gedanken und Gefühlen und ich frage mich, wer so etwas lesen will und ob das für andere langweilig ist. Und dann ist das Ganze noch ziemlich Hose runter. Mal gucken. Ich denke, dass ich am Ende wenigstens ganz gut die Kurve bekommen habe zu einer Vorausdeutung auf das Ende. Gleichzeitig wirft jede Zeile neue Fragen auf und ich frage mich wieder mal, ob ich dieses Projekt überhaupt zu einem Ende bringen kann und ob ich irgendwann eine schlüssige Geschichte habe. Wir werden sehen. Am besten lese ich die Zeilen noch mal mit kühlem Kopf, wenn ich wieder nüchtern bin. Wie gut, dass es Urlaub gibt.

Gute Nacht,
Euer Jens

PS: Drei-/Viermal musste ich auch herzhaft lachen. Dass Schöne als Autor ist, dass man höchst skurrile Situationen als schlichtweg real darstellen kann. Alle Bewohner von Seniorenheimen auf diesem Planten werden mir das hoffentlich nachsehen. Oder bestätigen.

Sonntag, 6. Mai 2012

Das war heute ein eher kurzer Besuch bei Konrad und Johann, herausgekommen ist ein Fugenkapitel. Und schlieülich habe ich den Epilog geschrieben, weil er mit schon seit Tagen im Kopf herumgeistert und ich die Worte einfach nicht vergessen wollte. Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden, auch wenn es ein seltsames Gefühl ist, jetzt schon das Kapitel nach dem eigentlichen Ende geschrieben zu haben, wenn noch die ganze Mitte fehlt. Das Ende gibt es ja bereits seit Oktober, seit dem Urlaub an der Ostsee. In der Mitte fehlt noch wahnsinnig viel, aber ich bin zuversichtlich, auch wenn ich gerade etwas durchhänge.

Auf jeden Fall wird es jetzt Zeit für die Interviews ...

Aber erst mal - Abendessen! :-)
Liebe Grüße,
Jens

PS: Im Hintergrund lief eben aus Versehen und die meiste Zeit unbeachtet "DSDS Kids". Meinen die das ernst? So ein Scheiß ist allen Ernstes gestern Abend ab 20.15 Uhr gelaufen? Kinderprogramm am Sonntagabend??? RTL, wie armseklig ist das denn??? Ich hoffe, das war die einzige Sendung.

Dienstag, 1. Mai 2012

Männerleben, Teil 3

Soeben kehre ich von einem weiteren Besuch bei meinen beiden Protagonisten Konrad und Johann zurück. Beide sind mir inzwischen wie Freunde ans Herz gewachsen, und ich sehe sie immer klarer vor mir. Heute ist sicherlich eines der wichtigsten Kapitel im Buch entstanden, auf das auch recht stolz bin, da es zunächst in angenehmen Erzähltempo vor sich hinfließt, um dann mit einem Knall zu Ende zu gehen. Und ich kann sagen, dass es großen Spaß macht, unverblümt, ja sogar frivol zu schreiben ... Trotzdem bin ich mir sicher, dass alles einigermaßen geschmackvoll erzählt wird. Auf "fremde" Reaktionen bin ich aber gespannt wie ein Flitzebogen. Jedenfalls freut es mich sehr, dass die Geschwindigkeit, mit der Anke die neuen Kapitel verschlingt, immer weiter wächst.

Heute Abend, also gleich, sind wir zum Tapas-Essen mit Freunden verabredet. Mir bleibt nun noch etwas mehr als eine Stunde. Doch die möchte ich der Versöhnung widmen! :-)

Wünsche Euch einen tollen Mai-Abend ...
Liebe Grüße,
Jens