Es gibt Tage, da muss ich einfach schreiben. Heute ist so einer. In Köln tobt der Karneval, aber wir machen auf gemütlich. Der Tisch im "Blauen König" ist für 19 Uhr reserviert, hier gibt es aber erst mal Sekt. Und bis wir losziehen, tauche ich wieder ab in die Welt kleiner Elche und großer Footballstars. Das zweite Buch wächst ... Und jetzt geht es weiter ... Schließlich gilt es, ein schönes Diner zu finden. Ich bin dann mal weg!
Liebe Grüße,
Jens
Samstag, 13. Februar 2010
Mittwoch, 10. Februar 2010
Total unjeck - Etwas zum Karneval

Von Jens Höhner
Es ist wieder so weit. Wieder und wieder muss ich mir jene Frage gefallen lassen. Mal klingt sie bloß verwundert, mal neugierig, bisweilen aber auch bohrend und sogar empört: „Was, Du magst kein Karneval?“. Zur Erinnerung: Wir sind im toleranten Rheinland – aber sagen Sie mal, dass sie dem Karneval nicht unbedingt gewogen sind. Oder in meinem Fall: Dass Sie am liebsten Reißaus nehmen würden.
Denn diesem Bekenntnis folgen sofort Charakterstudien. Ah, ein Muffelkopp, denkt der eine. Oh, was für eine lahme Luftpumpe der andere. Kopfschütteln, Ausgrenzung, Isolation. Einsamkeit. Harte Zeiten für einen unjecken Narren. Und das noch dazu von einem der Höhner heißt und der damit einfach lustig sein muss! Unerhört! Ein dreifaches Tätä auf den Oberlangweiler, den Schunkelwogenbremser!
Zugegeben, früher war das anders. Da war ich Musketier, Clown und Robin Hood. Die Kostüme kamen nicht von der Stange: Monate lang hatte meine Großtante – ich nannte sie „Ti“ – daran genäht, bis tief in die Nacht surrte ihre Maschine. Einmal, nur einmal, kam die Kluft aus dem Laden: Da war ich Cowboy und hatte zwei Pistolen, damit ich den Sohn vom Oberstaatsanwalt mit Platzpatronenschüssen durch die Nachbarschaft scheuchen konnte. Der hatte Angst davor. Das war lustig.
Heute zucke ich zusammen, wenn's knallt und denke prompt an eine Flucht nach Kiel (da habe ich mal gelebt – 99 Prozent karnevalsfreie Zone) oder von mir aus auch an eine einsame Insel. Eine ähnlich gesinnte Kollegin rät gar, als Schweinegrippe-Virus zu gehen, da komme einem niemand zu nahe. Als Alternative schlägt sie Wirtschaftskrise vor, da gehe jede Fröhlichkeit garantiert den Bach runter.
Gute Idee, eigentlich. Denn immun gegen den Frohsinn bleibe ich meist – zumindest bis einer fragt: „Kurz auf'n Kölsch?“. Oft genug ist es dann nämlich schon passiert, dass ich plötzlich doch mittendrin stecke im jecken Trubel, ein Höhner-Lied auf den Lippen und Konfetti im Haar. Und erstaunt gefragt werde: „Was, Du magst kein Karneval?“
Es ist wieder so weit. Wieder und wieder muss ich mir jene Frage gefallen lassen. Mal klingt sie bloß verwundert, mal neugierig, bisweilen aber auch bohrend und sogar empört: „Was, Du magst kein Karneval?“. Zur Erinnerung: Wir sind im toleranten Rheinland – aber sagen Sie mal, dass sie dem Karneval nicht unbedingt gewogen sind. Oder in meinem Fall: Dass Sie am liebsten Reißaus nehmen würden.
Denn diesem Bekenntnis folgen sofort Charakterstudien. Ah, ein Muffelkopp, denkt der eine. Oh, was für eine lahme Luftpumpe der andere. Kopfschütteln, Ausgrenzung, Isolation. Einsamkeit. Harte Zeiten für einen unjecken Narren. Und das noch dazu von einem der Höhner heißt und der damit einfach lustig sein muss! Unerhört! Ein dreifaches Tätä auf den Oberlangweiler, den Schunkelwogenbremser!
Zugegeben, früher war das anders. Da war ich Musketier, Clown und Robin Hood. Die Kostüme kamen nicht von der Stange: Monate lang hatte meine Großtante – ich nannte sie „Ti“ – daran genäht, bis tief in die Nacht surrte ihre Maschine. Einmal, nur einmal, kam die Kluft aus dem Laden: Da war ich Cowboy und hatte zwei Pistolen, damit ich den Sohn vom Oberstaatsanwalt mit Platzpatronenschüssen durch die Nachbarschaft scheuchen konnte. Der hatte Angst davor. Das war lustig.
Heute zucke ich zusammen, wenn's knallt und denke prompt an eine Flucht nach Kiel (da habe ich mal gelebt – 99 Prozent karnevalsfreie Zone) oder von mir aus auch an eine einsame Insel. Eine ähnlich gesinnte Kollegin rät gar, als Schweinegrippe-Virus zu gehen, da komme einem niemand zu nahe. Als Alternative schlägt sie Wirtschaftskrise vor, da gehe jede Fröhlichkeit garantiert den Bach runter.
Gute Idee, eigentlich. Denn immun gegen den Frohsinn bleibe ich meist – zumindest bis einer fragt: „Kurz auf'n Kölsch?“. Oft genug ist es dann nämlich schon passiert, dass ich plötzlich doch mittendrin stecke im jecken Trubel, ein Höhner-Lied auf den Lippen und Konfetti im Haar. Und erstaunt gefragt werde: „Was, Du magst kein Karneval?“
Dienstag, 9. Februar 2010
Brief an einen Fernsehsender
Guten Abend,
jaja, ich wollte regelmäßiger bloggen ... Aber irgendwie fehlt die Zeit. Das hole ich heute etwas nach. Ich bin keiner, der gern Beschwerdebriefe schreibt. Aber wenn, dann lasse ich meinem Unmut gern seinen Lauf, so wie in dem Brief, den ich hier mal poste. Da ich niemanden beleidigen will und datenschutztechnisch vorsichtig bin, habe ich gewisse Stellen gekürzt.
Jens Höhner
(...)
Köln, den 9. Februar 2010
(...)
Redaktion (...)
(...)
Betrifft: „Goodbye, Deutschland“
Sehr geehrte Damen und Herren,
bis vor zwei Minuten liefen auf meinem Fernseher „Goodbye, Deutschland“ und Ihr Sender. Jetzt aber ist die Glotze finster – und das wird künftig immer so sein, zumindest am Dienstagabend. Denn von meiner früheren Lieblingssendung habe ich endgültig genug. Früher habe ich dieses Format sehr gern gesehen, weil dort Menschen wie du und ich, mit denen man sich identifizieren konnte und die ähnliche Sorgen und Nöte hatten wie man selbst, nach Lösungen suchten, um im Ausland ein besseres Leben für sich und die Familie zu entdecken. Klappte dies, konnte man sich mit den Menschen freuen. Klappte es nicht, konnte man sie bedauern. Aber immer konnte man ihnen mit Respekt und Anerkennung für ihren Mut für eine derart große Veränderung zusehen.
Und heute? Ständig muss man da diese „Edelprolls“ aus Köln (...) ertragen – eben noch mit einer Sauforgie für einen Möchte-Gern-Adligen in Kitzbühel. Neulich schon hat es mir die Zornesröte ins Gesicht getrieben, als Herr (...) in Ihre Kameras sagen durfte, dass er pro Tag 2000 Euro ausgibt. (...) In harten Zeiten wie diesen kommt so eine Aussage wirklich nicht besonders gut. Damit kein Missverständnis aufkommt: Neidisch bin ich nicht. Ich arbeite hart für mein Geld und gebe es ebenso gern aus wie Herr (...). Ihm sei sein Reichtum gegönnt, doch in einem Sendeformat wie „Goodbye, Deutschland“ haben er und seine Gattin nichts zu suchen. Dafür gibt es sicher auch bei (...) andere Seicht-Soaps mit B- und C-Promis (die mich freilich nicht interessieren).
Von Ihrem durchaus journalistischen Anspruch, den Sie zu Beginn dieser Reihe hatten, haben Sie sich ohnehin längst verabschiedet, scheint mir. Denn plötzlich gingen reiche Menschen auch bei „Goodbye, Deutschland“ auf Traumhaussuche am Meer ... Will sagen: Die Sendungen werden immer wieder mit Archivmaterial aus anderen Formaten aufgeblasen. Und umgekehrt. So wie sich (...) jetzt auch noch im Format „Mein Auslandstagebuch“ produzieren darf. Offenbar regiert bei (...) der Rotstift und man setzt auf Billigproduktion sowie Mehrfachverwertung. Das ist traurig. Und ich als intelligenter und durchaus anspruchsvoller Zuschauer fühle mich veräppelt. Freilich passt auch Frau (...) – sofern die Beiträge mit ihr überhaupt real und nicht rein fiktiv um der Story willen sind – nur bedingt ins Format, da sie Model werden will und keine Möglichkeit sucht, um etwa ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
In der Tat ist dies mein erster Brief an eine Zuschauerredaktion – es hat gut getan, meinem Ärger Luft zu machen. Und zu wissen, dass es für einen Dienstagabend genügend Alternativen zu Ihrem Programm gibt, zum Beispiel in gedruckter Form, ist bei solchem Bildschirm-Müll eine mehr als tröstliche Aussicht. (...)
Es grüßt freundlich, wenn auch genervt
Jens Höhner
jaja, ich wollte regelmäßiger bloggen ... Aber irgendwie fehlt die Zeit. Das hole ich heute etwas nach. Ich bin keiner, der gern Beschwerdebriefe schreibt. Aber wenn, dann lasse ich meinem Unmut gern seinen Lauf, so wie in dem Brief, den ich hier mal poste. Da ich niemanden beleidigen will und datenschutztechnisch vorsichtig bin, habe ich gewisse Stellen gekürzt.
Jens Höhner
(...)
Köln, den 9. Februar 2010
(...)
Redaktion (...)
(...)
Betrifft: „Goodbye, Deutschland“
Sehr geehrte Damen und Herren,
bis vor zwei Minuten liefen auf meinem Fernseher „Goodbye, Deutschland“ und Ihr Sender. Jetzt aber ist die Glotze finster – und das wird künftig immer so sein, zumindest am Dienstagabend. Denn von meiner früheren Lieblingssendung habe ich endgültig genug. Früher habe ich dieses Format sehr gern gesehen, weil dort Menschen wie du und ich, mit denen man sich identifizieren konnte und die ähnliche Sorgen und Nöte hatten wie man selbst, nach Lösungen suchten, um im Ausland ein besseres Leben für sich und die Familie zu entdecken. Klappte dies, konnte man sich mit den Menschen freuen. Klappte es nicht, konnte man sie bedauern. Aber immer konnte man ihnen mit Respekt und Anerkennung für ihren Mut für eine derart große Veränderung zusehen.
Und heute? Ständig muss man da diese „Edelprolls“ aus Köln (...) ertragen – eben noch mit einer Sauforgie für einen Möchte-Gern-Adligen in Kitzbühel. Neulich schon hat es mir die Zornesröte ins Gesicht getrieben, als Herr (...) in Ihre Kameras sagen durfte, dass er pro Tag 2000 Euro ausgibt. (...) In harten Zeiten wie diesen kommt so eine Aussage wirklich nicht besonders gut. Damit kein Missverständnis aufkommt: Neidisch bin ich nicht. Ich arbeite hart für mein Geld und gebe es ebenso gern aus wie Herr (...). Ihm sei sein Reichtum gegönnt, doch in einem Sendeformat wie „Goodbye, Deutschland“ haben er und seine Gattin nichts zu suchen. Dafür gibt es sicher auch bei (...) andere Seicht-Soaps mit B- und C-Promis (die mich freilich nicht interessieren).
Von Ihrem durchaus journalistischen Anspruch, den Sie zu Beginn dieser Reihe hatten, haben Sie sich ohnehin längst verabschiedet, scheint mir. Denn plötzlich gingen reiche Menschen auch bei „Goodbye, Deutschland“ auf Traumhaussuche am Meer ... Will sagen: Die Sendungen werden immer wieder mit Archivmaterial aus anderen Formaten aufgeblasen. Und umgekehrt. So wie sich (...) jetzt auch noch im Format „Mein Auslandstagebuch“ produzieren darf. Offenbar regiert bei (...) der Rotstift und man setzt auf Billigproduktion sowie Mehrfachverwertung. Das ist traurig. Und ich als intelligenter und durchaus anspruchsvoller Zuschauer fühle mich veräppelt. Freilich passt auch Frau (...) – sofern die Beiträge mit ihr überhaupt real und nicht rein fiktiv um der Story willen sind – nur bedingt ins Format, da sie Model werden will und keine Möglichkeit sucht, um etwa ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
In der Tat ist dies mein erster Brief an eine Zuschauerredaktion – es hat gut getan, meinem Ärger Luft zu machen. Und zu wissen, dass es für einen Dienstagabend genügend Alternativen zu Ihrem Programm gibt, zum Beispiel in gedruckter Form, ist bei solchem Bildschirm-Müll eine mehr als tröstliche Aussicht. (...)
Es grüßt freundlich, wenn auch genervt
Jens Höhner
Dienstag, 5. Januar 2010
Trauer um "Erik" aus dem Hochwildpark
Tja, Ihr Lieben,
das war schon ein Schock:
http://www.euskirchen-online.ksta.de/html/artikel/1260194966867.shtml
Es grüßt traurig
Jens
das war schon ein Schock:
http://www.euskirchen-online.ksta.de/html/artikel/1260194966867.shtml
Es grüßt traurig
Jens
Samstag, 2. Januar 2010
Der kleine Elch und die Kritiken
Hallo zusammen,
ich mal ein bisschen gewühlt und die mir bekannten Kritiken und Rezensionen - allerdings nicht die Kundenkritiken bei diversen Internetshops - zusammengetragen. Hier sind sie:
„In Jens Höhners Buch „Erik Elch – Rentiere sind doof“ berichtet der Ich-Erzähler in 30 kurzen Kapiteln aus einem turbulenten WG-Leben mit dem sprechenden Zweibein-Elch und spricht auch ernste Themen wie Fremdenfeindlichkeit an. Dagmar Gosejacobs witzige Illustrationen dokumentieren die turbulenten Erlebnisse des neugierigen kleinen Kerls, der gerade mal 54,8 Zentimeter misst (ohne Geweih!), Currywurst und norwegischen Rock liebt und auch für jeden Spaß zu haben ist.“
Kölnische Rundschau, 19. Dezember 2009
„Jens Höhners „Erik Elch. Rentiere sind doof!“ ist ein außergewöhnliches, amüsantes und unterhaltsames Buch, dessen Titelheld, der kleine Zweibeinelch Erik, sich gar nicht so sehr von den Menschen unterscheidet (...). „Erik Elch“ ist Unterhaltung pur, für jeden, der mal etwas anderes lesen möchte als Liebesschnulzen, große Dramen oder pure Action.“
Susann Fleischer, Literaturmarkt, www.literaturmarkt.info, Dezember 2009
„Spätestens, wenn er von einem Kaufhaus zu Unrecht entlassen wird, offenbart das Buch von Höhner seinen sehr genauen Blick auf die Art, wie Menschen mit Menschen umgehen. Und der Zweibeinelch wird auch nicht besser behandelt. Weil aber „Erik Elch“ bei all dem seine lockere Erzählebene behält, taugt das Buch nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder.“
Johannes Schmitz, Rhein-Sieg-Anzeiger, 5. Dezember 2009
„Das Buch eignet sich am Besten zum Vorlesen, aber auch als Roman ist es ganz spannend. Wenn man innerlich jung geblieben ist und auch mal gerne seiner Fantasie etwas Futter geben möchte, sollte man sich auf Erik Elch einlassen und ein paar amüsante Abenteuer erleben. Besonders die Zeichnungen sind ein Highlight dieses Buches.“
Franziska Hörold, Leserwelt, www.leserwelt.de, Dezember 2009
„Dieses kleine aber feine Buch mit zahlreichen Illustrationen hat mir einige sehr schöne und amüsante Lesestunden verschafft (...). Wirklich ein empfehlenswertes Buch für Kinder, aber auch für Erwachsene die sich jung fühlen und sich ihre Fantasie bewahrt haben!“
Lovely Books, www.lovelybooks.de, November 2009
„Aber [Erik] ist ein wirklich cleverer kleiner Kerl, der eigentlich immer auf die Füße fällt und mit jedem gut auskommt (solange man ihn eben nicht für ein Rentier hält).“
Detlef Hedderich, Literatur-Blog „sfbasar.de“,
30. Oktober 2009
„Rentiere sind doof heißt [Jens] Höhners Erstling, und es liest sich genau so sympathisch, wie der Titel vermuten lässt. Eher unvermutet und wie nebenbei entwickelt die Geschichte von einem kleinen Zweibeinelch, der zunächst in Kiel strandet und dann bei dem in Köln wohnenden Erzähler einzieht, gehörigen Tiefgang.“
Johannes Schmitz, Kieler Nachrichten, 10. Oktober 2009
So weit, so gut. Ich bin superzufrieden.
Liebe Grüße,
Jens
ich mal ein bisschen gewühlt und die mir bekannten Kritiken und Rezensionen - allerdings nicht die Kundenkritiken bei diversen Internetshops - zusammengetragen. Hier sind sie:
„In Jens Höhners Buch „Erik Elch – Rentiere sind doof“ berichtet der Ich-Erzähler in 30 kurzen Kapiteln aus einem turbulenten WG-Leben mit dem sprechenden Zweibein-Elch und spricht auch ernste Themen wie Fremdenfeindlichkeit an. Dagmar Gosejacobs witzige Illustrationen dokumentieren die turbulenten Erlebnisse des neugierigen kleinen Kerls, der gerade mal 54,8 Zentimeter misst (ohne Geweih!), Currywurst und norwegischen Rock liebt und auch für jeden Spaß zu haben ist.“
Kölnische Rundschau, 19. Dezember 2009
„Jens Höhners „Erik Elch. Rentiere sind doof!“ ist ein außergewöhnliches, amüsantes und unterhaltsames Buch, dessen Titelheld, der kleine Zweibeinelch Erik, sich gar nicht so sehr von den Menschen unterscheidet (...). „Erik Elch“ ist Unterhaltung pur, für jeden, der mal etwas anderes lesen möchte als Liebesschnulzen, große Dramen oder pure Action.“
Susann Fleischer, Literaturmarkt, www.literaturmarkt.info, Dezember 2009
„Spätestens, wenn er von einem Kaufhaus zu Unrecht entlassen wird, offenbart das Buch von Höhner seinen sehr genauen Blick auf die Art, wie Menschen mit Menschen umgehen. Und der Zweibeinelch wird auch nicht besser behandelt. Weil aber „Erik Elch“ bei all dem seine lockere Erzählebene behält, taugt das Buch nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder.“
Johannes Schmitz, Rhein-Sieg-Anzeiger, 5. Dezember 2009
„Das Buch eignet sich am Besten zum Vorlesen, aber auch als Roman ist es ganz spannend. Wenn man innerlich jung geblieben ist und auch mal gerne seiner Fantasie etwas Futter geben möchte, sollte man sich auf Erik Elch einlassen und ein paar amüsante Abenteuer erleben. Besonders die Zeichnungen sind ein Highlight dieses Buches.“
Franziska Hörold, Leserwelt, www.leserwelt.de, Dezember 2009
„Dieses kleine aber feine Buch mit zahlreichen Illustrationen hat mir einige sehr schöne und amüsante Lesestunden verschafft (...). Wirklich ein empfehlenswertes Buch für Kinder, aber auch für Erwachsene die sich jung fühlen und sich ihre Fantasie bewahrt haben!“
Lovely Books, www.lovelybooks.de, November 2009
„Aber [Erik] ist ein wirklich cleverer kleiner Kerl, der eigentlich immer auf die Füße fällt und mit jedem gut auskommt (solange man ihn eben nicht für ein Rentier hält).“
Detlef Hedderich, Literatur-Blog „sfbasar.de“,
30. Oktober 2009
„Rentiere sind doof heißt [Jens] Höhners Erstling, und es liest sich genau so sympathisch, wie der Titel vermuten lässt. Eher unvermutet und wie nebenbei entwickelt die Geschichte von einem kleinen Zweibeinelch, der zunächst in Kiel strandet und dann bei dem in Köln wohnenden Erzähler einzieht, gehörigen Tiefgang.“
Johannes Schmitz, Kieler Nachrichten, 10. Oktober 2009
So weit, so gut. Ich bin superzufrieden.
Liebe Grüße,
Jens
Freitag, 1. Januar 2010
Das neue Jahr ist da!
Hallo zusammen,
zunächst mal: Frohes Neues! Nach einem rauschenden Fest hänge doch etwas in den Seilen ... Aber es hat sich gelohnt, zumal der Neujahrstag mit einer ziemlich tollen Nachricht begonnen hat: Der Berliner Verlag Periplaneta, Pate des kleinen Elchs, hat seine Jahrescharts veröffentlicht. Mein Erstling "Rentiere sind doof" ist auf Platz 4 gelandet, was mich superstolz und glücklich macht. Mehr dazu auf http://www.periplaneta.com/.
Denn: Diese Charts wurden aus dem Zeitraum 1. Dezember 2008 bis 1. Dezember 2009 errechnet. Mein Elch war also gerade mal zwei Monate auf dem Markt, um sich da zu behaupten. Zudem: Die beiden Bücher auf den Spitzenplätzen sind beide älter als ein Jahr.
Platz 3 vor mir, "Kiss Lounge", ist das Buchdebüt von Lex Wohnhaas, dem Sänger der Industrialband "Megaherz". Der hat natürlich einen großen Fanklub hinter sich.
Stolz macht mich, dass die Geschichten offenbar auch viele Menschen jenseits meines Freundes- und Verwandtenkreises erreicht haben. Aber gerade auf diesen erlaubten "inner circle" geht sicherlich dieser Erfolg zurück. Denn ohne die Mund-zu-Mund-Propaganda wäre sicherlich sehr viel weniger passiert. Also ein dickes Dankeschön an Euch alle - fürs Werbetrommel rühren, Poster aufhängen, Flyer verteilen, weitersagen, Rezensionen schreiben ...
Schöner kann ein Jahr nicht beginnen, denke ich. Ich lege mich jetzt wieder aufs Ohr.
Liebe Grüße,
Euer Jens
zunächst mal: Frohes Neues! Nach einem rauschenden Fest hänge doch etwas in den Seilen ... Aber es hat sich gelohnt, zumal der Neujahrstag mit einer ziemlich tollen Nachricht begonnen hat: Der Berliner Verlag Periplaneta, Pate des kleinen Elchs, hat seine Jahrescharts veröffentlicht. Mein Erstling "Rentiere sind doof" ist auf Platz 4 gelandet, was mich superstolz und glücklich macht. Mehr dazu auf http://www.periplaneta.com/.
Denn: Diese Charts wurden aus dem Zeitraum 1. Dezember 2008 bis 1. Dezember 2009 errechnet. Mein Elch war also gerade mal zwei Monate auf dem Markt, um sich da zu behaupten. Zudem: Die beiden Bücher auf den Spitzenplätzen sind beide älter als ein Jahr.
Platz 3 vor mir, "Kiss Lounge", ist das Buchdebüt von Lex Wohnhaas, dem Sänger der Industrialband "Megaherz". Der hat natürlich einen großen Fanklub hinter sich.
Stolz macht mich, dass die Geschichten offenbar auch viele Menschen jenseits meines Freundes- und Verwandtenkreises erreicht haben. Aber gerade auf diesen erlaubten "inner circle" geht sicherlich dieser Erfolg zurück. Denn ohne die Mund-zu-Mund-Propaganda wäre sicherlich sehr viel weniger passiert. Also ein dickes Dankeschön an Euch alle - fürs Werbetrommel rühren, Poster aufhängen, Flyer verteilen, weitersagen, Rezensionen schreiben ...
Schöner kann ein Jahr nicht beginnen, denke ich. Ich lege mich jetzt wieder aufs Ohr.
Liebe Grüße,
Euer Jens
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Weltpolitik auf dem Navigationsgerät
Von Jens Höhner
Ein Traum soll in Erfüllung gehen – Urlaub in Kanada, zwei Wochen. Und das mit einem Mietwagen. Also Freiheit pur, Fahrspaß ohne Zwiebelduft ausdünstende Sitznachbarn, pupsende und quengelnde Kinder oder andere Zeitgenossen, die der Entspannung nachhaltig schaden könnten. Dafür muss ein Navi her, natürlich. Das aber mit dem Auto in Kanada zu buchen, ist zu teuer. Und da es sowieso an der Zeit wäre, um in neue Technik zu investieren, klicke ich mich im Internet von Testbericht zu Testbericht, surfe von einem Forum zum nächsten.
Schließlich sieht man mich immer öfter dreimal um irgendwelche Ecken kurven, weil mich Else, die Frau im Navi, wieder mal aus den Augen verloren hat. Klüger macht jene Recherche nicht. Aber verwirrter. Denn: Nirgendwo steht auf den Herstellerseiten geschrieben, wie viel Gigabyte Platz die Produzenten der Welt überhaupt einräumen auf ihren Geräten. Europa ist auf den Navis eigentlich standardmäßig installiert, zumindest Zentraleuropa. Kanada aber ist ein Extra, das oftmals auch noch mit Alaska im Gepäck daherkommt. Oder eben mit den USA oder sogar mit einem bisschen Mexiko. „Bitte beachten Sie, dass nicht alle Geräte über genügend Platz verfügen, wenn Sie dieses Kartenmaterial installieren wollen“, belehrt mich da der Hinweis eines Herstellers. „Eventuell müssen Sie andere Karten löschen.“
Und damit fangen die Probleme doch erst an! Wie groß ist denn Kanada? Reicht es, wenn ich mich dafür von Polen trenne? Und von der schönen Schweiz mit all ihren Bergen? Oder muss ich mich auch noch von Großbritannien verabschieden? Da aber bin ich oft zu Gast, kommt also nicht in Frage. Gott hat die Welt in sechs Tagen erschaffen, und ich soll womöglich in einer Stunde entscheiden, welche Länder ich im digitalen Orkus versenke? Auch die Rivalität zwischen Türkei und Griechenland mag ich nicht entscheiden. Das Löschen gerät also schnell zum staatspolitischen Balanceakt mit den Stolperfallen des politisch völlig Inkorrekten. Brauche ich Luxemburg und Liechtenstein? Oder Andorra? Naja, zumindest in den beiden erstgenannten Ländern könnte ich vielleicht mal dringend eine Bank suchen (kleiner Scherz!).
Früher haben wir „Risiko“ auf dem Spielbrett gespielt, jetzt definiert die Fingerkuppe meinen Kosmos. Früher, als ich klein war, gab es dicke Straßen-Atlanten mit mir damals völlig unverständlichen Karten darin. Mama saß auf dem Beifahrersitz, während Papa am Lenkrad hektisch drehte und dann sehnsuchtsvoll der Abbiegung nachsah, wenn Mama mal wieder nicht schnell genug war und die Familie am richtigen Weg einfach vorbeirauschte. Für die Großen war das Nerven aufreibend, aber wir Kinder hinten im Auto fanden das eigentlich immer ganz unterhaltsam. Und irgendwie haben wir im Urlaub immer ein bisschen mehr von unserem Ferienland gesehen als andere ...
Ein Traum soll in Erfüllung gehen – Urlaub in Kanada, zwei Wochen. Und das mit einem Mietwagen. Also Freiheit pur, Fahrspaß ohne Zwiebelduft ausdünstende Sitznachbarn, pupsende und quengelnde Kinder oder andere Zeitgenossen, die der Entspannung nachhaltig schaden könnten. Dafür muss ein Navi her, natürlich. Das aber mit dem Auto in Kanada zu buchen, ist zu teuer. Und da es sowieso an der Zeit wäre, um in neue Technik zu investieren, klicke ich mich im Internet von Testbericht zu Testbericht, surfe von einem Forum zum nächsten.
Schließlich sieht man mich immer öfter dreimal um irgendwelche Ecken kurven, weil mich Else, die Frau im Navi, wieder mal aus den Augen verloren hat. Klüger macht jene Recherche nicht. Aber verwirrter. Denn: Nirgendwo steht auf den Herstellerseiten geschrieben, wie viel Gigabyte Platz die Produzenten der Welt überhaupt einräumen auf ihren Geräten. Europa ist auf den Navis eigentlich standardmäßig installiert, zumindest Zentraleuropa. Kanada aber ist ein Extra, das oftmals auch noch mit Alaska im Gepäck daherkommt. Oder eben mit den USA oder sogar mit einem bisschen Mexiko. „Bitte beachten Sie, dass nicht alle Geräte über genügend Platz verfügen, wenn Sie dieses Kartenmaterial installieren wollen“, belehrt mich da der Hinweis eines Herstellers. „Eventuell müssen Sie andere Karten löschen.“
Und damit fangen die Probleme doch erst an! Wie groß ist denn Kanada? Reicht es, wenn ich mich dafür von Polen trenne? Und von der schönen Schweiz mit all ihren Bergen? Oder muss ich mich auch noch von Großbritannien verabschieden? Da aber bin ich oft zu Gast, kommt also nicht in Frage. Gott hat die Welt in sechs Tagen erschaffen, und ich soll womöglich in einer Stunde entscheiden, welche Länder ich im digitalen Orkus versenke? Auch die Rivalität zwischen Türkei und Griechenland mag ich nicht entscheiden. Das Löschen gerät also schnell zum staatspolitischen Balanceakt mit den Stolperfallen des politisch völlig Inkorrekten. Brauche ich Luxemburg und Liechtenstein? Oder Andorra? Naja, zumindest in den beiden erstgenannten Ländern könnte ich vielleicht mal dringend eine Bank suchen (kleiner Scherz!).
Früher haben wir „Risiko“ auf dem Spielbrett gespielt, jetzt definiert die Fingerkuppe meinen Kosmos. Früher, als ich klein war, gab es dicke Straßen-Atlanten mit mir damals völlig unverständlichen Karten darin. Mama saß auf dem Beifahrersitz, während Papa am Lenkrad hektisch drehte und dann sehnsuchtsvoll der Abbiegung nachsah, wenn Mama mal wieder nicht schnell genug war und die Familie am richtigen Weg einfach vorbeirauschte. Für die Großen war das Nerven aufreibend, aber wir Kinder hinten im Auto fanden das eigentlich immer ganz unterhaltsam. Und irgendwie haben wir im Urlaub immer ein bisschen mehr von unserem Ferienland gesehen als andere ...
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